EINLADUNG zur Mahnwache am 01.12.2023, 14.30 Uhr im Fahnenbereich, Ecke Kunibertistraße/ Kaiserwall in Recklinghausen, anläßlich des weltweiten Aktionstages “Städte für das Leben, Städte gegen die Todesstrafe” am 30.11.2023

Am 30.11. wird der weltweite Aktionstag “Städte für das Leben, Städte gegen die Todesstrafe” begangen. Am jährliche Aktionstag, initiiert von der in Rom ansässigen christlichen Laiengemeinschaft Sant’Egidio mit Unterstützung der Weltkoalition gegen die Todesstrafe, treten Städte auf der ganzen Welt für die Abschaffung der Todesstrafe ein. Die christliche Laienbewegung hat unter Beteiligung zahlreicher Organisationen 2002 die Aktion “Städte für das Leben” gegründet (2011: 1423 Städte in 87 Ländern). Aktuell, 2023, sind 2566 Städte weltweit, Teil dieses Städtebündnisses. Das Datum des Aktionstages, 30. November, erinnert an die Abschaffung der Todesstrafe im Großherzogtum Toskana (Norditalien) im Jahre 1786. Die Toskana war der erste Staat weltweit, der auf die Todesstrafe verzichtete.

Der Rat der Stadt Recklinghausen hatte sich am 11. Juli 2011 auf Initiative der örtlichen Amnesty International Gruppe und dem Gasthaus/Gastkirche einstimmig gegen die Todesstrafe und für den Beitritt zum internationalen Bündnis „Städte für das Leben“ ausgesprochen. Die erste gemeinsame Aktion (Stadt Recklinghausen, Gastkirche/Gasthaus und Amnesty International Kreis Recklinghausen) erfolgte nach dem Ratsbeschluss vom 11.07.2011, am 30.11.2011 mit der Beleuchtung der Gymnasialkirche in Recklinghausen.

In diesem Jahr wird das erste Mal, anläßlich dieses Tages, als Zeichen gegen die immer noch weltweit vollstreckte Todesstrafe, eine Fahne mit der Aufschrift “Wir sagen nein zur Todesstrafe, cities for life” gehisst:

  • an einem der Fahnenmaste, Ecke Kunibertistraße/Kaiserwall, vor dem alten Bahnhofskiosk, wird diese Fahne am 29.11.2023 aufgezogen und bis zum 06. Dezember 2023 verbleiben.
  • Am Freitag, 01. Dezember 2023, 14.30 Uhr wird im Bereich der Fahne eine einstündige Mahnwache gegen die Todesstrafe von Gastkirche/Gasthaus und Amnesty International Kreis Recklinghausen stattfinden.

Die Todesstrafe ist Symptom einer gewalttätigen Kultur, nicht deren Lösung und sie wurde und wird in einigen Staaten willkürlich zur Unterdrückung politischer Gegner eingesetzt.

  • Ein Beispiel aus der Vergangenheit: von 1933 bis 1945 sind in Deutschland rund 16.500 Todesurteile gefällt worden (Quelle Bundestag).
  • Ein Beispiel aus der Gegenwart: im Jahr 2022  gab es im Iran mindestens 576 vollstreckte Todesurteile (Quelle Amnesty).

https://amnesty-todesstrafe.de/2023/06/schreckliche-hinrichtungswelle-in-iran/

Die Laienbewegung St. Egidio schreibt zum Aktionstag:

Am 30. November wird der Welttag der Städte für das Leben, Städte gegen die Todesstrafe begangen, um daran zu erinnern, dass es immer noch Länder auf der Welt gibt, die diese Form einer grausamen und nutzlosen Strafe anwenden. Der Tag der „Städte für das Leben“ ist zur aktuell größten Mobilisierung der Zivilgesellschaft weltweit geworden und möchte sich für eine verbesserte und zivilere Rechtsprechung einsetzen, die letztlich auch auf den Einsatz der Todesstrafe verzichten kann.

30. November 2023